Physiologische Parameter des Skatens

Physiologische Parameter des Skatens

Bei gleicher Sauerstoffaufnahme ist das Laktat-Verhalten beim Skaten vergleichbar mit dem beim Radfahren. Es werden ähnliche Muskelgruppen mit gleichem statischen Kraftanteil beansprucht. Allerdings ist die Herzfrequenz bei gleichen Laktat-Konzentrationen in der Regel beim Skaten nahezu mit einer Laufbandbelastung identisch, d.h. das Herzfrequenz-Laktat-Verhältnis liegt beim Inline-Skating höher als beim Radfahren. Die Ursache für die niedrigen Laktat-Konzentrationen ist einfach erklärt: eine hohe Belastung beim Inline-Skating ist für Anfänger aus fahrtechnischen Gründen nicht erreichbar, während erfahrene, ausdauerleistungsfähige Inliner, die mit hohen Geschwindigkeiten fahren könnten, häufig aus Sicherheitsaspekten (Gefahr durch Fußgänger, Radfahrer, Autos) ihre Leistungsfähigkeit nicht voll ausnutzen können. Bei gleicher Geschwindigkeit ist die Sauerstoffaufnahme beim Inline-Skating niedriger als beim Laufen. Daher können auch Personen mit einer schlechteren Ausdauerleistungsfähigkeit im mittleren Anstrengungsbereich (zwischen 50-70% der maximalen Leistungsfähigkeit) ohne die Gefahr hoher Laktatwerte skaten, was für diesen Personenkreis beim Laufen oft nicht möglich ist. Daraus folgt, dass Inline-Skaten eine besonders schonende Form des Ausdauertrainings und daher auch für Sport-Beginner ideal ist.