Kreatin - Was bringt ´s dem Sportler?

Damit Muskeln arbeiten können, benötigen sie Energie. Diese Energie stammt vorrangig aus Kohlenhydraten und Fetten. Kohlenhydrate und Fette werden dabei in Adenosintriphosphat (ATP) umgewandelt und stehen so dem Muskel als Energielieferant zur Verfügung. Bei einer sportlichen Aktivität sind die ATP-Speicher jedoch nach wenigen Sekunden erschöpft und müssen vom Organismus erneuert werden. Hierfür stehen der Muskulatur u.a. die Kreatinspeicher zur Verfügung. Kreatin hat dabei einen stimulierenden Effekt auf die Kreatinphosphatverfügbarkeit. Aber auch in der Regenerationsphase, sprich nach einem Training, dient Kreatin zur Kreatinphosphatsynthese. Beide Effekte führen schließlich zur Leistungsverbesserung. Durch eine kurmäßige Erhöhung der Kreatinspeicher in den Muskelzellen werden insbesondere die Sprint- und Kraftleistungen verbessert sowie der Zeitpunkt der Ermüdung hinausgezögert. Je höher der Kreatingehalt im Körper ist, desto mehr schnellverfügbare Energie kann erzeugt werden. Am Fahrradergometer betrug die Verbesserung der Leistungsfähigkeit nach einer kurmäßigen Kreatinergänzung bis zu 10 Prozent.