Magnesium

Magnesium ist quantitativ der viertwichtigste Mineralstoff im Körper. Es kommt vorwiegend als zweifach positiv geladenes Ion in enger Beziehung zu Calcium vor.

Magnesium erfüllt wichtige Funktionen im Eiweiß- (Protein-) und Kohlenhydrat(Energie-)stoffwechsel. Zudem aktiviert Magnesium viele Enzyme im Körper und ist an einer optimalen Muskelfunktion wesentlich beteiligt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V., Frankfurt, und die Europäische RDA, empfehlen Erwachsenen eine tägliche Mag-nesiumaufnahme mit Lebensmitteln und Getränken in Höhe von 350 - 400 mg bzw. von 30-40 mg pro MJ. Bei den Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V., Frankfurt, und bei den Europäischen RDA-Empfehlungen, wird von einer Magnesiumresorption von rund 30-40 Prozent ausgegangen, d.h., bei üblicher Ernährung wird lediglich etwas mehr als ein Drittel des mit Lebensmitteln und Getränken aufgenommenem Magnesiums vom Körper verwertet.

Bedeutende Zubereitungsverluste an Magnesium treten bei Gemüse beim Wässern, Blanchieren und Kochen in viel Wasser auf, sofern das Kochwasser verworfen wird. Bei der Ausmahlung von Getreide sind Magnesiumverluste deutlich stärker als bei anderen Mineralstoffen.

Die Magnesiumverwertbarkeit hängt weitgehend von der Bindungs-form ab, in der es im Lebensmittel vorliegt. Insbesondere die Mag-nesiumsalze der Oxalsäure, Phytinsäure und einiger Fettsäuren können vom Verdauungstrakt des Menschen nicht oder nur teilweise gespalten und verwertet werden. Durch diese Inhaltsstoffe wird die Magnesiumverwertbarkeit verringert.

Aus Mineralwasser wird Magnesium gut vom Körper aufgenommen.

Wie beim Calcium führen größere Mengen von Kaffee und Alkohol zu erhöhten Magnesiumausscheidungen über den Urin.

Sportliche Aktivität erhöht die Magnesiumverluste. Pro Liter Ganz-körperschweiß werden durchschnittlich rund 20 mg Magnesium ausgeschieden.Das Risiko einer Magnesiumunterversorgung scheint heute höher zu sein als noch vor 40 oder 50 Jahren, zumal aufgrund der landwirtschaftlichen Anbaumethoden mit intensiver Düngung vermehrt publiziert wird, daß der Magnesiumgehalt in Lebensmitteln rückläufig ist.

Im aktuellen Ernährungsbericht 1996, der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V., im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesministeriums für Ernährung Landwirtschaft und Forsten herausgegeben wurde, heißt es wörtlich:

"Die Zufuhr von Magnesium ist nach den vorliegenden Zahlen ins-gesamt nicht positiv zu beurteilen. Bei den Frauen liegt die Zufuhr mit Ausnahme der weiblichen Jugendlichen unter 13 Jahren in allen Altersgruppen unterhalb den Empfehlungen der DGE. ..."

 


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