Jod - kleine Mengen mit großer Wirkung

Der Körpervorrat an Jod beträgt im Mittel 10 mg. Etwa 3/4 des gesamten Körperjods findet sich in der Schilddrüse.

Jod wird vom Organismus zur Herstellung zweier besonders wichtiger Hormone benötigt. Nur bei ausreichender Jodversorgung kann in der Schilddrüse die benötigte Menge dieser Hormone gebildet werden. Sie steuern den gesamten Stoffwechsel und beeinflussen somit unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit wesentlich.

Die Schilddrüsenhormone kurbeln u.a. die Eiweißbildung im Körper an und steuern den Energieverbrauch. Bei einem Jodmangel laufen diese Prozesse eingeschränkt ab. Die Immunabwehr wird in Mitleidenschaft gezogen. Die Infektanfälligkeit steigt, der Energieverbrauch sinkt und die Leistungsfähigkeit nimmt ab.

Der Energieverbrauch ist abhängig vom Grundumsatz, d. h. der Menge Energie, die der Körper in Ruhe verbraucht, um z.B. die Körpertemperatur und die Funktion der inneren Organe aufrecht zu erhalten. Sinkt jodmangelbedingt der Grundumsatz, sinkt auch der Energieverbrauch. Man nimmt leichter zu und Diäten sind weniger erfolgreich.

Längerfristig versucht die Schilddrüse den Mangel durch Vergrößerung auszugleichen. So kommt es zum Kropf. Das in Deutschland bestehende Joddefizit ist bei Sportlern besonders groß. Denn mit jedem Liter Schweiß gehen fast 15% der durchschnittlichen Tagesaufnahme eines Bundesbürgers an Jod verloren. Ein guttrainierter Sportler verliert etwa 1,5 Liter Schweiß pro Stunde und mit einem Liter Schweiß auch ca. 10 Mikrogramm Jod. Bei zweistündiger Betätigung können somit bis zu 30 Mikrogramm Jod mit dem Schweiß verlorengehen.

Da die tägliche Jodzufuhr in Deutschland in der Regel nur die Hälfte der empfohlenen Menge von 200 Mikrogramm erreicht, können derartige Verluste für den Sportler langfristig fatal sein.

Leistungs- und Konzentrationsschwächen sind häufig nicht das Ergebnis einer falschen Trainingsplanung, sondern die Folgen unausgeglichener Joddefizite. Und so manche Frühjahrsmüdigkeit ist in Wahrheit ein versteckter Jodmangel.

Weitere Informationen:
Arbeitskreis Jodmangel
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64505 Groß-Gerau
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Telefax: 06152 / 81788