Blutzuckerspiegel

Über Energieverlaufsprofile und Blutzuckerspiegel:

Fit zur rechten (Mahl-)Zeit...

Essen als Fitmacher. Die Zwischenmahlzeit zur rechten Zeit kann die Leistungsfähigkeit stabilisieren und mithelfen, ein Leistungstief zu vermeiden. Immer mehr Menschen im Sport ebenso wie im Beruf setzen Zwischenmahlzeiten heute ganz bewußt zur Steigerung ihrer Leistungsbereitschaft ein. Auf den vorausgegangenen Seiten haben wir über die Nährstoffe und Nährstoffdichte gesprochen. Ein weiteres Kriterium welches neben den Nährstoffen und der Nährstoffdichte den Wert einer Zwischenmahlzeit bestimmt, ist das Energieverlaufsprofil. Klingt hochkompliziert, ist aber ganz einfach: Mit der Nahrung nehmen wir Stoffe auf - u.a. Kohlenhydrate -, die unser Körper in Energie umwandeln kann. Wie schnell das geschieht und wie lange es anhält, darüber gibt uns die nebenstehende Grafik Auskunft. So schießt der zum Beispiel in Süßigkeiten oder Limo enthaltene Haushaltszucker (Saccharose) mitunter so schnell in Blut, dass der Körper bei großen Mengen unter Umständen extrem reagiert und den schnell und stark wieder "herunterregelt". Fällt der Blutzuckerspiegel unter das Ausgangsniveau spricht man von einer "reaktiven Hypoglykämie", und es besteht die Gefahr einer Unterzuckerung. Diese kann zu Konzentrationsschwächen, Leistungsabfall und Müdigkeit führen. Ideale Energieverläufe zeigen Zwischenmahlzeiten mit einem sinnvolen Kohlenhydratspektrum. Hier sorgt die Kombination verschiedener Kohlenhydrate dafür, dass Energie aus langfristig verfügbaren Kohlenhydraten schon wenige Minuten nach Verzehr zur Verfügung steht. Gleichzeitig wird Energie aus langfristig verfügbaren Quellen bereitgestellt, die den Blutzuckerspiegel und damit die Leistungsfähigkeit über einen längeren Zeitraum erhöhen können. Für Hauptmahlzeiten gute Energieprofile zeigt Kurve 3. Die in Getreide, Kartoffeln, Reis und Nudeln enthaltenen Kohlenhydrate in Form von Stärke stehen dem Organismus nicht sofort zur Verfügung. Diese Kohlenhydrate müssen vom Organismus erst aufgeschlossen und in die einzelnen Bausteine zerlegt werden. Auch diese Lebensmittel ermöglichen - jedoch mit einer Zeitverzögerung - eine kontinuierliche Freisetzung der Energie.